Hulu – Fernsehen 2.0

19 02 2008

Nicht mehr ganz neu aber, wie ich finde, immer noch einen Post wert: Hulu.com

Hulu Screenshot Heroes

Während hierzulande die Fernsehsender versuchen, mit Angeboten wie RTLnow.de oder Maxdome noch ein paar mickrige Euros zusätzlich aus ihrem Angebot herauszuquetschen, sind uns die Amerikaner mit Hulu.com wieder mal einen großen Schritt voraus: Das Joint Venture von NBC und News Corp. bietet leckere Serien wie 24, Die Simpsons, Family Guy, Heroes, Dr. House und The Office. On demand, kostenlos, Fullscreen, Top Qualität, keine PlugIns oder Codecs notwendig, kein DRM. Was will man mehr?

Ein paar kleine aber verschmerzbare Schönheitsfehler gibt es natürlich doch:

  • Das Angebot ist bisher nur in den USA verfügbar. Wir Nutzer aus Übersee werden per IP-Blocking ausgesperrt. Das lässt sich aber leicht umgehen, wenn man sich vorrübergehend eine IP Adresse in den USA zulegt. Besonders einfach geht dies, indem man das Programm Hotspot Shield etwas zweckentfremdet.
  • Die Sendungen gibt es bisher nur in englischer Sprache. Der Serienjunkie wird dies aber eher als Vorteil sehen und als kleine Hilfestellung gibt es ja noch die zuschaltbaren englischen Untertitel.
  • Das Ganze ist werbefinanziert. Klar, NBC und News Corp. gründeten Hulu nicht aus reiner Nächstenliebe oder weil sie nicht wissen, wohin mit dem vielen Geld. Aber ich finde die Werbeeinblendungen angesichts des tollen Angebotes fair und ihre Einbindung zukunftsweisend: Vor und nach einer Sendung erfolgt die Nennung des Sponsors und alle 10-15 Minuten die Einblendung eines einzelnen Werbespots, der nicht übersprungen werden kann. Ich zumindest fand Zahl und Dauer der Werbeunterbrechungen absolut fair und erträglich.
  • Bei vielen Serien sind nur die letzen Episoden verfügbar. Aber dafür kommt man schon heute in den Genuß dessen, was in Deutschland erst Monate später laufen würde. Und das, soweit ich beobachten konnte, direkt nach der Ausstrahlung im US TV.
  • Hulu ist derzeit noch Private Beta. Registrieren war kein Problem aber ich hoffe nur, dass das Angebot auch nach der Beta-Phase in der derzeitigen Form bestehen bleibt.
Hulu wurde schon mehrfach als „Youtube Killer“ bezeichnet, auch wenn ich dieser Vergleich wie so oft etwas hinkt, sendet doch Hulu ganze Sendungen und nicht nur pixelige Schnipsel. Hulu gibt sich auf jeden Fall streitlustig und aggressiv. Zum Start ließ NBC alle seine Sendungen aus Youtube und Apples iTunes entfernen. Begründet wurd der Ausstieg aus iTunes übrigens damit, dass Apple abgelehnt habe, mehr als die üblichen 1,99 $ pro Download on NBC Sendungen von seinen Nutzern zu verlangen. Interessanter Schritt von Saulus zum Paulus… Aber auf jeden Fall noch zeitig genug, um der Welle der illegalen Movie Link Sites entgegenzuwirken.

Mein Fazit: Way to go, Hulu.





Fernsehen wie ich es will (Teil 4)

19 02 2008

Fortsetzung von Teil 3

Dekodieren, Schneiden, Ansehen

Ist eine Sendung nun vollständig runtergeladen, muss sie kurz dekodiert werden. Dies ist leider aus rechtlichen Gründen notwendig, um sicher zu stellen, dass nur Nutzer, die eine Sendung auch programmiert haben, sie auch anssehen dürfen. Dies ist aber mit einem Click erledigt. Der Decoder überprüft kurz die Berechtigung des Nutzers und wenige Augenblicke später liegt die unkodierte Datei auf der Festplatte.

Nach dem Aufzeichnen kommt nun der für mich zweitwichtigste Vorteil von OTR: Mit wenigen Clicks wird die Sendung von Ihrem Werbeballast befreit. Dazu nutze ich ein Tool namens CutAssistant, mit dem ich die Datei einfach und schnell schneiden kann oder, und das ist der Clue, einfach die Schnittlisten anderer Nutzer von Cutlist.de nutzen kann.

Fertig ist die aufgezeichnete und werbefreie Sendung.

Um das Ansehen noch etwas komfortabler zu gestalten, habe ich zusätzlich noch eine kleine Mediabox (Pinnacle ShowCenter 200) mit angeschlossener Festplatte, mit der ich meine Sendungen bequem auswählen auf meinem normalen Fernseher anschaun kann.





Fernsehen wie ich es will (Teil 3)

19 02 2008

Fortsetzung von Teil 2

Schritt 2: Das Runterladen.

Die Sendung ist also programmiert oder – besser noch – per GetAll Wishlist werden alle Sendungen automatisch aufgezeichnet(denn das ist ja das eigentlich Praktische). Jetzt muss die Sendung nur auf den Rechner. OTR bietet dazu verschiedene Möglichkeiten:

Den normalen Download, bei dem man sich in eine Warteschlange einreiht. 20-40 Minuten sollte man aber dabei einrechnen.

Den Prio Download, bei dem gesammelte Punkte aufgebraucht werden, die man durch lange Mitgliedschaft, Spenden oder Kontoaufladungen (via Paypal) erhält. Dafür rückt man fast ganz an die Spitze der Warteschlange.

Den bezahlten Download, bei dem für 20-30 cent sofort mit dem Download beginnen kann.

Den Mirror Download, bei dem man die OTR Datei von anderen, in der Regel werbefinanzierten, Websites laden kann.

Den P2P Download (meine favorisierte Lösung) per Bittorrent oder E-Mule (letzteres nie getestet). Je mehr Nutzer die gleiche Sendung runterladen, desto schneller geht es. Außerdem schont man die OTR Server.

„Das dauert ja eeewig!“ wird der geneigte Leser denken. Stimmt. Ein wenig dauert es schon bis die Datei schliesslich auf der Festplatte liegt. Macht aber nix. Wer erstmal das Video on Demand Konzept lieb gewonnen und einige seiner Lieblingssendungen angesammelt hat, braucht sowieso nicht mehr sofort anschauen, was er aufgezeichnet hat. Ich habe so viele Serien und Filme auf meiner Festplatte, dass ich sie nur nach dem Prinzip anschaue, „worauf habe ich denn gerade Lust? Ach, da habe ich ja noch 3 Folgen Heroes. Die schaue ich jetzt schön hintereinander weg.“

Der Download per Bittorrent ist, wie gesagt, meine Methode der Wahl. Um das ganze noch zu vereinfachen und zu automatisieren und nicht jede Sendung einzeln raussuchen zu müssen, nutze ich zusätzlich ein kleines aber geniales Tool namens „OTR AutoTorrent„, das alle 30 Minuten überprüft, ob eine meiner Lieblingssendungen als Torrent verfügbar ist und automatisch den Download startet. Der Bittorrent Client (ich verwende µTorrent) und OTR AutoTorrent laufen ständig gemütlich im Hintergrund und sammeln so meine Lieblingssendungen, insbesondere Serien, ein. Ich muss dann nur noch schauen, was es so schönes Neues habe.

Weiter mit Dekodieren und Schneiden.





Fernsehen wie ich es will (Teil 2)

5 02 2008

Fortsetzung von Teil 1

fernseher.jpgBildquelle: Wikimedia Commons Schritt 1: Das Aufzeichnen
OnlineTVRecorder.com (OTR) zeichnet kostenlos für seine Nutzer 40 Sender gleichzeitig auf und bietet diese Sendungen anschliessend zum Download an. Damit das ganze nicht illegal wird, sind die Dateien verschlüsselt. Decodieren darf nur, wer die gewünschte Sendung vor Beginn der Sendung programmiert hat.“Na das kann ich das auch gleich mit meiner TV Karte oder meinem Festplattenrecorder machen“, werdet Ihr vorschnell sagen. Der Clou an OTR ist aber die Wishlist Funktion, mit der die Lieblingsserie jede Woche automatisch aufgenommen wird. Und Premium Nutzer (kleine Spenden und regelmäßige Nutzung genügen, um diesen Status zu erreichen) zeichnen über die „GetItAll-Wishlist“ alle Sendungen automatisch auf.

Also wenn ich heute feststelle, dass ich gestern einen tollen Film verpasst habe, kann ich ihn mir einfach runterladen, dekodieren und ansehen.

Ihr könnt Euch gar nicht vorstellen, wie das befreit. Statt sich einfach dem Diktat der Programmdirektion zu unterwerfen, einfach mal anschaun, worauf man Lust hat. Anspruch und Kultur statt Arbeitslosen-TV und Quotenfernsehen.

Wie man die aufgezeichneten Schätze bequem auf den Rechner bekommt und sie mit zwei Klicks von ihrer Werbelast befreit, erzähle ich Euch im nächsten Teil.





Fernsehen wie ich es will

5 02 2008

oder: Die Evolution des Pawlowschen Hundes.

pawlow_dog2.jpg

Bildquelle: Wikimedia Commons

Nachdem ich ja schon eeewig nix mehr gebloggt habe, muss ich doch mal endlich wieder was veröffentlichen. Grund für meine Schreibfaulheit: Fernsehen. (In Wirklichkeit ist es Arbeiten, aber Fernsehen ist besser als Überleitung ;-) )

Ich liebe Fernsehen. Aber nicht so, wie es da über den Äther plätschert. Nie läuft das, was mich gerade interessiert. Außerdem sehe ich gar nicht ein, warum meinen Magen und meine Blase sich nach den gönnerhaft eingestreuten Werbeblöcken der Privatsender richten sollten. Ich bin doch nicht der Pawlowsche Hund ! Ich will sehen was ich will, wann ich es will und Herr über meine Körperfunktionen bleiben.

Meine Rezept: Fernsehen auf Abruf.

Man nehme:

1. Ein Fernseher (möglichst in jedem Zimmer).
2. Eine Multimediabox mit Festplatte und Fernbedienung.
3. Online Recording Dienst
Alternativ: Online „TV on Demand“ Dienste wie Hulu.

Wie ich das Ganze für perfekten Fernsehgenuss kombiniert habe, erkläre ich Euch in den folgenden Postings.